1980 - 1989
1981 übernahm Dieter Beuttel die Bereitschaftsleitung bis 1996. Zunehmender Langlaufsport auf der Alb war für uns eine neue besondere Herausforderung. Da unter der Woche keine Betreuung der Skilifte und Loipen sichergestellt war, wurden Aktive der Bergwacht im Arbeitsverhältnis mit dem DSV (Deutscher Ski Verband) und ARAG als Skiwachtmann/frau in der Wintersaison eingestellt. Um die Einsatzzeiten der schwierigen und zeitintensiven Rettungen verunglückter Langläufer auf der Loipe, weitab im Gelände, zu verkürzen musste umgehend eine Lösung gefunden werden. Dank der umgehenden, finanziellen Unterstützung der Bergwacht Württemberg konnten wir 1982 einen Motorschlitten mit entsprechendem Nachläufer, für den Transport von Verletzten, kaufen. An dieser Stelle möchten wir uns bei der Bergwacht Württemberg, bei Franz Zeiger, Reginald Haas und Winfried Mess von der Geschäftsstelle sowie bei den Landesleitern für die Unterstützung zu allen Zeiten recht herzlich bedanken.
Im Jahr 1981 wurde ein Bergrettungszug vom Innenministerium für den Katastrophenschutz installiert. Rettungskräfte der Bergwachtbereitschaften aus dem mittleren Neckarraum, also Stuttgart, Esslingen und Lenninger Tal waren primär die Einsatzgruppe. Heute sind zusätzlich noch die Bereitschaften Bad Urach und Geislingen – Wiesensteig mit einbezogen. Das Einsatzfahrzeug ist bei uns in Lenningen stationiert.
1983, man glaubte es kaum wie die Zeit vergeht, feierten wir
unser 25 jähriges Jubiläum. Der Jubiläumsabend, wurde in der Turnhalle des TV
Oberlenningen gefeiert und am Sonntag ein ökumenische Gottesdienst auf der
Sulzburg, dies wohl zur damaligen Zeit recht ungewöhnlich war, für uns und
unsere Gästen ein Highlight. Wir erinnern uns gerne. Auch daran, wie jung wir
damals waren!
Grasskiweltmeisterschaft am Teckhang in Owen, ganz was
Neues. Betreuung der internationalen Gäste, zwei Tage Rennfieber und tolle
Stimmung, auch daran denken wir gerne zurück.
Dank der Gemeindeverwaltung und dem damaligen Rathauschef, Herr
Gerhard Schneider, wurden für die Rettungsorganisationen
Bergwacht, DRK und MHD im neuen Feuerwehrgerätehaus
Räumlichkeiten mit integriert. Zwei Garagen pro Organisation
und ein Gemeinschaftsraum nebst Nebenräume für die Bergwacht und
DRK. Eine neue Bleibe, was will man noch mehr. Hier nochmals unser
Dankeschön für diese Unterstützung. In vielen Stunden und mit
finanzieller Unterstützung der Bergwacht Württemberg und des DRK-
Kreisverbands wurden aus den Rohbauräumen wohnliche Räume und
funktionelle Garagen, auch dank der handwerklichen Unterstützung
von den aktiven Mitgliedern Ernst Füllemann und Hermann Stehle.
1985 wurde gemeinsam mit allen Organisationen ein Einweihungsfest
gefeiert. Leider die einzige gemeinsame Veranstaltung.
Weil man das Schaffen so richtig gewohnt war, wurde im folgenden
Jahr die Renovierung unserer Hütte vorgenommen. 20 Jahre nach
Einweihung erhielt diese eine neue, besser isolierte Außenhaut.
Schließlich ist sie nicht nur Bergrettungswache, sondern auch
Austragungsort vieler Lehrgänge und Veranstaltungen auf Landesebene
wie z.B. Gebirgs- Sanitätsausbildung oder Tagungen..
Aber nicht nur Arbeit, Dienst und Ausbildung machen eine Bereitschaft aus, sehr wichtig ist auch die Kameradschaft untereinander.
1987 feierte die Bergwacht Württemberg ihr 50 jähriges Jubiläum in Stuttgart. Sowohl der morgendliche Empfang im Neuen Schloss unter der Schirmherrschaft vom damaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth als auch der Festabend in der Liederhalle ist uns noch in guter Erinnerung. Deshalb auch, da unsere Bereitschaft mit Schuhplattlereinlagen - in unzähligen Stunden einstudiert, zur Programmgestaltung beitrug. In diesem Jahr gab Landesleiter Gerhard Maier aus Schwäbisch Gmünd sein Amt an Heinz Bolz aus der Bereitschaft Stuttgart ab. Im Herbst desselben Jahres fand in Dortmund eine Fernsehgala unter dem Motto „Helfen ohne Grenzen“ statt. Die Kameraden Dieter Beuttel, Peter Bischof und Gunter Hering repräsentierten die Bergwacht vorbildlich.
Am 7.Dezember 1988 erschütterte ein fürchterliches Erdbeben das Gebiet von Armenien. Unser ehemaliger Landesleiter Gerhard Maier nahm anlässlich eines Hilfsauftrages des Deutschen Roten Kreuzes zur armenischen Rettungsgruppe Spitak Kontakt auf. 1989 kam eine armenische Abordnung nach Württemberg, auch zu unserer Bereitschaft. Die Einladung der armenischen Kameraden für das nächste Jahr haben 12 Kameraden aus sämtlichen Bereitschaften wahrgenommen. Richard Neubauer und Dieter Beuttel erinnern sich gerne noch an die schönen Touren im Kaukasus und der Besteigung des 5600 m hohen Elbrusgipfels.
Aus seiner Schulzeit wusste Rolf Groh, dass bei der Hütte Flachsdarren sein müssten. Nach ein wenig Suchen und Graben wurde eine Flachsdarre in fast funktionellem Zustand gefunden, von Dieter Beuttel renoviert und gemeinsam mit dem Heimatverein Donnstetten in Betrieb genommen. Seither wird sie gepflegt, eine Hinweistafel klärt Spaziergänger und Wanderer über den geschichtlichen Hintergrund auf. Unser kleiner Beitrag zur Heimatpflege
